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Wenn Kunst auf Landschaft trifft. Im Skulpturenpark Kramsach beginnt der Dialog im Freien!

Zwischen Wiesen, Wald und Flussbett wird der Spaziergang zur Entdeckungsreise. Wer entlang der Brandenberger Ache bei Mariatal unterwegs ist, rechnet mit Wasser, Wiesen und Wald. Was man nicht erwartet: Skulpturen, Installationen und Objekte, die zwischen Bäumen und Uferböschungen auftauchen.

Kunstraum unter freiem Himmel

Der Skulpturenpark Kramsach im Tiroler Unterland ist kein klassisches Museum. Keine weißen Wände. Kein Eintritt. Kein Kassenschalter. Sondern ein frei zugänglicher Kunstraum unter freiem Himmel, der seit 1993 Kunst und Landschaft auf besondere Weise verbindet.

Hier begegnen sich Spaziergänger, Familien, Kunstinteressierte und Badegäste der nahegelegenen Seen und der Ache. Und mittendrin die Werke zeitgenössischer Künstler.

Wo hört die Natur auf, wo beginnt die Kunst?

Initiator und Künstler Alois Schild bringt es auf den Punkt:
„Die unberührte Natur ist beeindruckend und inspirierend. Gleichzeitig ist sie zunächst frei von menschlichen Spuren. Durch Skulpturen, Objekte oder Installationen kommt eine neue Dimension hinzu: Die Landschaft wird um menschliche Gedanken, Geschichten und Bilder erweitert.“

Genau das macht den Reiz aus. Der Park stellt keine Kunst aus, die dominiert. Er stellt Fragen. „Für die Besucher ergibt sich dadurch die spannende Frage: Wo hört die Natur auf, wo beginnt die Kunst – und umgekehrt?“

Ein Dialog, der sich ständig verändert. Im Herbst verschwinden Werke unter Laub. Im Winter unter Schnee und Eis. Im Frühling wachsen sie scheinbar aus dem Boden. Diese Transformation, so Schild, „schafft eine besondere Atmosphäre und Intensität, die in geschlossenen Museumsräumen nicht möglich wäre.“

Kunst ohne Schwellenangst

Der Skulpturenpark ist ganzjährig frei zugänglich. Und bewusst nicht kommerziell ausgerichtet. „Er versteht sich als offener Freiraum, der Einheimischen wie Gästen eine niederschwellige und vorurteilsfreie Begegnung mit zeitgenössischer Kunst ermöglicht“, sagt Alois Schild. Besonders wichtig sind ihm Kinder und Jugendliche. Kunst soll hier kein elitäres Zusatzangebot sein. Sondern Teil eines lebendigen Lebensraums.

Das Ergebnis: Kultur zum Anfassen. Ohne Eintritt. Ohne Dresscode. Ohne Berührungsängste.

 

Sie können den Kunstbesuch mit unmittelbaren Naturerlebnissen verbinden, etwa mit einem Bad in der Brandenberger Ache oder mit spielerischen Entdeckungen im Gelände.
Künstler Alois Schild

Mehrwert für die Region

Was bringt ein solcher Ort einer Tourismusregion? Nicht nur Besucherzahlen, sagt Schild. Sondern Identität. „Für die Region bedeutet das eine nachhaltige kulturelle Aufwertung und eine Stärkung der Identifikation, unabhängig von reinen Frequenzzahlen.“

Der Park ist Treffpunkt. Rückzugsort. Diskussionsraum. Spazierweg. Und Fotomotiv zugleich.

Er funktioniert nur, weil er gewachsen ist. Nicht verordnet.

„Überzeugende Kunstprojekte entstehen von unten, aus der kulturellen Basis heraus. Nur wenn der Impuls aus innerer Überzeugung entsteht, kann ein Projekt glaubwürdig wirken und langfristig Bestand haben.“

Sensible Balance mit der Natur

Kunst im Freien ist immer ein Spannungsfeld. Naturschutz. Ruhebedürfnis. Kultur. Für Alois Schild ist klar: „Von Beginn an war es unser zentrales Anliegen, eine sensible, gewachsene und authentische Symbiose zwischen Kunst und Natur zu schaffen. Kunst soll die Landschaft nicht dominieren, sondern mit ihr in Beziehung treten.“ Respekt vor der Natur ist kein Nebensatz. Sondern Grundlage.

Was Gäste erwartet

Wer den Skulpturenpark besucht, sollte Neugier und Zeit mitbringen. Spazieren entlang der Ache. Zwischen Wiesen und Bäumen. Immer wieder tauchen Werke auf. Manche groß und kraftvoll. Andere leise und beinahe versteckt.

Der Skulpturenpark ist ideal für:

- einen inspirierenden Spaziergang
- einen Ausflug mit Kindern
- eine Kombination aus Naturerlebnis und Kultur 
- eine kleine Auszeit vom Alltag

Der Park ist frei zugänglich und ganzjährig geöffnet. Festes Schuhwerk ist je nach Witterung empfehlenswert.

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