Lebkuchen von Adelheid Gschösser
Kulinarik
18.12.2019
Adelheid Gschösser - Bio-Bäuerin

Adelheids Lieblingsrezepte zur Weihnachtszeit

Alte Rezepte und neue Ideen in der Weihnachtsbäckerei

Draußen ist es kalt, in der Küche von Bio-Bäuerin Adelheid Gschösser aus Reith im Alpbachtal wohlig warm. Der Duft von frisch gebackenen Keksen erfüllt den Raum und lässt süße Kindheitserinnerungen erwachen. Zur Vorweihnachtszeit gehört bei uns in Tirol das Keksebacken einfach dazu. Bei Adelheid entpuppt sich so manches alte Backrezept als neues Highlight. Die Bio-Bäuerin und leidenschaftliche Köchin und Bäckerin verrät uns ihre Lieblingsrezepte und die besten Backtipps...

1. Lieblingsrezept: Gefüllte Lebkuchen mit Marzipan

Lebkuchen von Adelheid Gschösser

Zimt, Nelken, Honig...

...und im Handumdrehen sorgt dieser Duft für Weihnachtsstimmung im ganzen Haus. Gefüllt mit Marzipan werden die klassischen Lebkuchen zum saftig-süßen Liebling unter den Weihnachtskeksen! Tipp: ein Apfel in der Keksdose hält die Lebkuchen weich!

  • Kochzeit 10 Minuten
  • Zubereitungszeit 180 Minuten
  • Kategorie Mehlspeise
  • Küche Tirolerisch

Zutaten für 4 Personen

  • 250 g Weizenmehl (Typ 700)
  • 60 g Zucker
  • 100 g Honig
  • 1 Ei
  • 1 TL Natron
  • 1 TL Zimt, Nelken, Neugewürz
  • 40 g zerlassene Butter
  • FÜR DIE FÜLLE:
  • 100 g Marzipan
  • 2-3 EL Marillenmarmellade
  • 50 g geriebene Nüsse
  • Ei zum Bestreichen

Zubereitung des Rezepts

  • Mit dem Zucker, dem Honig, dem Ei und der zerlassenen Butter einen Abtrieb machen und mit den anderen Zutaten zu einem Lebkuchenteig verarbeiten.
     
  • Die Masse ca. 2 Stunden rasten lassen.
     
  • Die Zutaten für die Füllung verrühren.
     
  • Den Teig ausrollen und Kreise ausstechen. Die Häflte der Kreise mit etwas von der Fülle bestreichen, mit einem weiteren Kreis zudecken und die Ränder gut zusammendrücken. Die Lebkuchen mit dem versprudelten Ei bestreichen und bei 170°C Heißluft im vorgeheizten Backofen etwa 12 Minuten backen.

Tipp:
Man kann auch zwei gleich große Teigplatten ausrollen, füllen und nach dem Backen in Stücke schneiden.

2. Lieblingsrezept: Tiroler Bauernzelten

© Martin Gschösser

Zur weihnachtlichen Kaffeejause

Der Bauernzelten ist ein weiteres typisches Element der Weihnachtszeit. Er begleitet häufig die weihnachtlichen Kaffeejausen. Bestrichen mit frischer Bauernbutter wird er zum puren Genuss...
 

  • Kochzeit 70 Minuten
  • Zubereitungszeit 240 Minuten
  • Kategorie
  • Küche

Zutaten für 4 Personen

  • 500 g Roggenmehl (Typ 960)
  • 500 g Weizenmehl (Typ 1600)
  • 2 EL Salz
  • Kümmel
  • 600 ml lauwarmes Wasser
  • FÜR DAS DAMPFL:
  • 20 g Germ
  • 5 g Zucker
  • 125 ml warmes Wasser
  • FÜR DIE FÜLLE:
  • 300 g getrocknete Birnen
  • 750 g Rosinen
  • 250 g Feigen oder Datteln
  • 200 g grob gehackte Nüsse
  • 1 Orange
  • 100 ml Rum
  • 30 g Zeltengewürz
  • 1 EL Anis
  • FÜR DAS TEIGERL:
  • 120 g Weizenmehl (Typ 480)
  • 125 ml Milch
  • 1 Prise Salz

Zubereitung des Rezepts

  • Für die Fülle die Birnen ca. 1 Stunde in heißem Wasser einweichen, anschließend fein schneiden und mit den Rosinen, den geschnittenen Feigen und den Nüssen vermischen.
     
  • Den Saft der Orange, den Rum und das Zeltengewürz ebenfalls zur Menge geben.
     
  • Die fertige Fülle einen Tag ziehen lassen.
     
  • Für das Dampfl das Mehl in eine Schüssel geben und darin eine Grube machen. In der Grube den zerbröselten Germ gut mit dem Zucker und dem Wasser verrühren und ca. 15 Minuten gehen lassen.
     
  • Danach die restlichen Zutaten hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verarbeiten, diesen dann ca. 1 Stunde gehen lassen.
     
  • Etwa 100 g vom Teig zur Seite legen, damit wird später der Boden der Zelten gemacht.
     
  • Den restlichen Teig in drei Teile mit je ca. 500 g aufteilen und mit je einem Drittel der Fülle nochmals durchkneten, die Zelten formen und etwa 1/2 Stunde gehen lassen.
     
  • Nun das Teigerl zubereiten, dafür das Mehl mit der Milch und dem Salz gut vermischen.
     
  • Den Teig für den Boden dünn auswalken
     
  • Die Zelten darauflegen und den überstehenden Boden wegschneiden
     
  • Jetzt die Zelten zuerst mit dem Teigerl und anschließend noch mit dem versprudelten Ei bestreichen
     
  • Zelten bei 170°C Heißluft im vorgezeiten Backofen ca. 70 min. backen.

Tipp:

Am besten schmeckt der Bauernzelten mit frischer Butter. Der Zelten ist sehr lange haltbar und kann auch eingefrohren werden. Durch die vielen Früchte spendet der Zelten sehr viel Energie und Vitamine im Winter.

3. Lieblingsrezept: Energieschnitten - der sportliche Bauernzelten "To-Go"

Energieschnitten von Adelheid Gschösser

Gesunde Energie zur Weihnachtszeit

Apropos Bauernzelten: Dieser sorgt dank seiner Zutaten aus Nüssen und getrockneten Früchten für eine gesunde Portion Energie. Für all jene, die ihren Tag aktiv auf der Piste, beim Winterwandern oder Rodeln verbringen, sorgen Adelheids handliche Energieschnitten für eine rasche Stärkung. Quasi ein Bauernzelten "to go"! 

  • Kochzeit 30 Minuten
  • Zubereitungszeit 30 Minuten
  • Kategorie
  • Küche

Zutaten für 4 Personen

  • 2 Eier
  • 120 g Staubzucker
  • 140 g Mehl (Typ 480)
  • 250 g ganze Walnüsse
  • 50 g Rosinen
  • 50 g getrocknete Marillen
  • 50 g Datteln
  • Salz

Zubereitung des Rezepts

  • Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen und mit einer Prise Salz verfeinern.
     
  • Die Walnüsse, die Marillen und die Datteln grob schneiden und gemeinsam mit den restlichen Zutaten unter die Masse heben.
     
  • Dann die Masse in Form von länglichen Laiben auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und anschließend im vorgezeizten Backofen bei 180°C Heizluft ca. 25 Minuten backen.
     
  • Die Riegel auskühle lassen und in Stücke schneiden.

Tipp:

Die Energieschnitten sind lange haltbar. Am besten gleich auf Vorrat zubereiten und in einer Dose aufbewahren.

4. Lieblingsrezept: Weihnachtsnudeln - Süß und eigentlich gar keine Nudeln

Weihnachtsnudeln von Adelheid Gschösser

Traditionelles Gebäck in den Rauchnächten

Die Nacht des 24. Dezember ist eine der drei Rauchnächte, ebenso wie der 31. Dezember und der 5. Jänner. Zu diesem Anlass kommen am Eggenhof die Weihnachtsnudeln auf den Tisch. Diese kocht Adelheid nach einem traditionellen Rezept und sind bei Jung und Alt alljährlich beliebt.

In allen drei Rauchnächten ist das Räuchern ein zentrales Ritual am Hof. Um Haus, Mensch und Tier vor Unheil zu bewahren, wird mit einer Räucherschale, Weihrauch und Weihwasser geräuchert. Der Räuchergang führt alljährlich erst rund um den Hof, dann in die Ställe und im Anschluss in alle Räume des Hauses.

  • Kochzeit 15 Minuten
  • Zubereitungszeit 120 Minuten
  • Kategorie
  • Küche

Zutaten für 4 Personen

  • 500 g Weizenmehl (Typ 480)
  • 1 Ei
  • 2 Dotter
  • 10 g Salz
  • 50 g Zucker
  • 2 EL Rum
  • Anis, Rosinen
  • 250 ml lauwarme Milch
  • FÜR DAS DAMPFL:
  • 30 g Germ
  • 5 g Zucker
  • 125 ml warmes Wasser
  • Butterschmalz zum Herausbacken

Zubereitung des Rezepts

  • Für das Dampfl das Mehl in eine Schüssel geben und darin eine Grube machen. In der Grube den zerbröselten Germ gut mit dem Zucker und dem Wasser verrühren und ca. 15 min. gehen lassen.
     
  • In der Zwischenzeit aus Butter, Zucker, Dottern, dem Ei und dem Rum einen Abtrieb machen.
     
  • Alles zum Mehl geben, mit der lauwarmen Milch einen mittelfesten Teig machen und gut abschlagen, bis er schön geschmeidig ist. Danach mit einem Tuch abdecken und gehen lassen, bis er etwa das doppelte Volumen hat. 
     
  • Danach den Teig herausstechen, formen und nochmals ca. 15 Minuten gehen lassen.
     
  • Inzwischen das Butterschmalz aufstellen und auf ca. 120°C erhitzen.
     
  • Die Nudeln mit der oberen Seite nach unten ins Fett geben, mit einem Deckel zudecken und etwa 5 Minuten lang goldgelb werden lassen. Dann die Nudeln umdrehen und ohne Deckel fertig backen.
     
  • Mit einem Zahnstocher hineinstechen. Wenn kein Teig mehr kleben bleibt, sind die Nudeln durchgebacken.

 

Tipps und Tricks von Adelheid für ein gelungenes Backergebnis

  • Verwende nur qualitativ hochwertige Zutaten.
  • Die Butter sollte weich, aber nicht patzig sein.
  • Die Grad- und Zeitangaben können je nach Herd variieren.
  • Die Weihnachtsnudeln sollten sofort gegessen werden.
  • Der Bauernzelten ist sehr lange haltbar und kann auch eingefrohren werden.
  • Ein Stück Apfel in der Dose hält die Lebkuchen weich!
  • Die Kekse am besten in einem ungeheizten Raum lagern (oder gleich vernaschen).

Weitere Rezeptideen, wie etwa Adelheids Weihnachtsmenü, traditionelle und neu interpertierte Tiroler Köstlichkeiten finden Sie hier!

Kontakt:

Bio-Bergbauernhof Eggenhof
Adelheid Gschösser
Neader 4
A-6235 Reith im Alpbachtal
info@eggenhof.com
www.eggenhof.com

 

Tipp für Silvester: Partybreze selbst gemacht!

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