Aktiv erleben
24.06.2022
Theresa Eder

Kaiserliches Klammerlebnis

Zu Besuch in der Kaiserklamm

Wenn das Quecksilber nach oben klettert, die Sonnenbrille schon griffbereit liegt und man sich fragt, ab wann denn eigentlich im Büro hitzefrei ist, dann muss dringend eine Abkühlung her.

Diese findet man im Alpbachtal nämlich nicht nur auf den Bergen, wie dem Wiedersberger Horn oder in den zahlreichen Seen, sondern auch bei einer beeindruckenden Wanderung durch die Klammen. Seit Anfang Mai sind die Kaiserklamm, die Tiefenbachklamm und die Kundler Klamm wieder geöffnet.

Am vergangen Wochenende war die Tiroler Fotografin Rebecca Hagele in der Kaiserklamm unterwegs und berichtet uns von ihrer Wanderung durch die imposante Schlucht.

Wanderung im Naturidyll

© Rebecca Hagele

Angekommen am Parkplatz der Kaiserklamm führt ein circa 300 Meter langer Forstweg bis zum Eingang der Klamm.

Hier kann man schon das türkisgrüne Wasser der Brandenberger Ache rauschen hören und ab dort führt ein schmaler Steig circa einen Kilometer lang durch die enge Felsschlucht der Kaiserklamm. Obwohl es ein sonniger Frühlingstag ist, sind nicht viele Besucher in der Klamm und man kommt gut voran. Je weiter man in die Kaiserklamm vordringt, desto beeindruckender, rauer und abwechslungsreicher wird die Strecke. Die Kraft des Wassers kann man hier besonders gut erleben. 

Dieser wildromantische Ort ist wahrlich ein Highlight der Natur und ein beeindruckender Tagesausflug um dem Alltagsstress zu entfliehen.
Rebecca Hagele

Naturerlebnis pur

Das feuchte Klima zwischen den steil abfallenden Felsen, macht den gut abgesicherten Weg etwas rutschig, daher sind gute Wanderschuhe und Konzentration gefragt. Bei dieser landschaftlichen Kulisse, ist das mit der Konzentration aber nicht immer ganz so einfach.


Daher Rebeccas Tipp: Am besten immer wieder stehen bleiben, innehalten, die Natur genießen und währenddessen natürlich auch Fotos schießen. 

Während der Wanderung kommt man auch an Infotafeln über die Nutzung der Klamm als Holztriftanlage vorbei. Mit der Kraft der Brandenberger Ache wurden bis 1966 Baumstämme aus dem Hochtal ins Tal transportiert. Mehr dazu gibt es hier zu lesen.

Im Anschluss wird der Weg wieder etwas gemütlicher, die Ache breiter und die Landschaft lieblicher. Hier finden sich viele wunderschöne Plätze, um eine erholsame Zeit inmitten vielseitiger Natur zu verbringen und eventuell auch mal die Füße ins kühle Wasser der Brandenberger Ache zu hängen oder ein kurzes Picknick zu machen. 
 

Die Gehzeit vom Anfang bis zum Ende der Schlucht beträgt rund 30 Minuten und ist daher auch für eine schnelle Runde nach der Arbeit ideal.
Rebecca Hagele

Speisen wie Sisi & Franz

© Rebecca Hagele

Rebecca Hagele empfiehlt dieselbe Wegstrecke retour zu gehen, um nochmal die tosende Ache und die Felsen im besten Licht ablichten zu können und die Kraft der Natur zu spüren. Alternativ geht man über einen breiten Forstweg (Rundwanderweg) zurück.

Was aber natürlich nie fehlen darf, ist im Anschluss eine Einkehr beim Kaiserhaus. Schon Kaiser Franz Josef und seine Gattin Elisabeth besuchten die Schlucht in den Brandenberger Alpen und nächtigten im Kaiserhaus. Daher auch der der Name: Kaiserklamm. Beim Gasthaus Kaiserklamm gibt es auch einen großen Erlebnisspielplatz für Kinder.

Die Klamm ist an starken Regentagen und sowie von November bis April aus Sicherheitsgründen gesperrt. 

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