Familie, Aktiv erleben
22.08.2019
Birgit Angermair

Kundler Klamm: essen, wandern, Steine sammeln

Wandern in der Kundler Klamm

Die Kundler Klamm zählt unbestritten zu den beliebtesten Wanderungen im Tiroler Unterland. Das kommt nicht von ungefähr, denn es ist tatsächlich für fast jeden Geschmack etwas passende dabei! Flach wandern, gut essen und für Kinder jede Menge Plätze, um zu spielen und den Tag mit Erlebnissen zu füllen!

Wichtig: Die Klamm ist von April bis November geöffnet. Im Winter sowie an starken Regentagen ist die Klamm gesperrt!

Der flache Wanderweg ab dem Parkplatz in Kundl führt ca. 3 km bis ans Ende der Schlucht. Der kinderwagentaugliche Wanderweg führt zuerst über eine Brücke in Holzfachwerkbau und weiter vorbei an mächtigen Felsformationen. Bereits nach rund zehn bis fünfzehn Gehminuten erreicht man das Gasthaus Kundler Klamm. Für den gemütlichen Spaziergang mit Oma und Opa also eine ideale Strecke, um nach ein paar Schritten an der frischen Luft, auf einen Kaffee und Kuchen einzukehren. Für alle, auf deren Schrittmesser am Ende des Tages die Zahl 10.000 aufleuchten soll, geht´s rund 1 Stunde weiter bis zum Ende der Schlucht! Fleißige Geher wandern noch eine Stunde weiter bis nach Mühltal (Wildschönau), die einen kehren um und die anderen steigen für 20 Minuten in den lustigen Bummelzug ein, welcher von Mitte Mai bis Anfang Oktober täglich von 10:00-16:00 Uhr in Betrieb ist. Im Mühltal wartet das Gasthaus Klammrast auf durstige und hungrige Gäste!

3 Top Tipps für Familien

Einkehr Gasthaus Kundler Klamm

Familie Klingler und Team verwöhnen ihre Gäste nach Strich und Faden. Die Küche zeichnet sich durch hohes Niveau und saisonal wechselnde Gerichte aus der Region aus. Vom Parkplatz aus ist das Gasthaus in nur 10 Gehminuten zur erreichen.

Infos zum Gasthaus

Hübsches aus bunten Bachsteinen schleifen

Eine Wanderung durch die Kundler Klamm ist zugleich ein Spaziergang durch die Erdzeitgeschichte und daher nicht nur für kleine Steinesammler interessant. Im Bachbett der Ache finden sich zahlreiche sehr unterschiedliche Steine, über Jahrmillionen aus den Bergen ausgewaschen. Am Eingang der Klamm liegt die Steindreherei Sandbichler. Hier können die eben noch im Bach gefundenen Steine zu kleinen Kunstwerken oder Gebrauchsgegenständen geschliffen werden. Die Steindreherei ist übrigens die einzige ihrer Art in Tirol und der Inhaber Karl Sandbichler kann viel über die Entstehungsgeschichte und die Beschaffenheit der gefunden Steine berichten.

Infos zur Steindreherei

Bummelzug

Nach einer Stunde Gehzeit ist das Ende der Schlucht erreicht und schwups, schon sitzt man im Bummelzug. Dieser bringt Sie bis ins Nachbartal Wildschönau und die Fahrt bleibt nicht nur bei Kindern in Erinnerung. Der Zug fährt von Mitte Mai bis Anfang Oktober.

Also auf geht´s!

"Meine Kinder lieben es auch im Bachbett zu plantschen und Steine zu werfen oder „Steinmandln“ zu bauen! Nach einem Wochenende türmen sich die Steine nur so und man müsste die Klamm in die „Steinmandlklamm“ umbenennen!"
Familie Sappl

Gut essen in der Kundler Klamm

Seit Sommer 2014 betreibt Reinhard Klingler mit seinem Team das Gasthaus Kundler Klamm. Die Küche zeichnet sich durch hohes Niveau und saisonal wechselnde Gerichte aus der Region aus. Reinhard hat sich als hervorragender Haubenkoch bereits weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Qualität steht bei ihm an erster Stelle. Das Gasthaus wird übrigens auch sehr gerne für private Feiern wie Firmung, Geburtstag oder Betriebsfeiern gebucht! Immerhin haben bis zu 80 Personen Platz!

Spielen, Plantschen und Steine sammeln in der Kundler Klamm

© Stein-Zeit Sandbichler

Die Kundler Klamm eine wahre Fundgrube für Steinliebhaber. Auf einer Wanderung entlang des Bachbettes gibt es viele besondere Mineralien und Steine zu entdecken. Vorausgesetzt man nimmt sich die Zeit und Muße. Die Funde kann man dann im Haus der Steine bei Karl Sandbichler vorbei bringen und sie schleifen lassen. Gerne berät Karl, der einzige Steindreher Tirols, seine Besucher und erklärt ihnen die Herkunft und Beschaffenheit der Fundstücke. Eine Besonderheit stellt der „bunte Konglomerat“ dar. Das Gestein ist rund 280 Millionen Jahre alt und zeichnet sich durch seine bunte und feinkörnige Matrix aus.

Essen, wandern, Steine sammeln...

Beliebteste Beiträge