Kulinarik
21.07.2022
Theresa Eder

Sommerzeit ist Obstzeit

Zu Besuch bei Naomi und Florian Hechenblaikner von floberry

Wie man als Obstbäuerin kreativ sein kann, welche Herausforderungen eine Obst-Plantage mit sich bringt und worum es sich bei einer „heißen Frida“ handelt, erfahrt ihr in unserem Blog. Naomi Hechenblaikner und ihr Mann Florian sind die Leiter des über die Grenzen des Alpbachtals hinaus bekannten Obstbau-Betriebes „Floberry“ und betreiben diesen mit viel Engagement und Herzblut. Wir haben Naomi getroffen, um mit ihr über die bunte Welt der Beeren zu sprechen. 
 

Der Kreativität freien Lauf lassen

Viel getan hat sich bei Naomi seit wir ihr das letzte Mal einen Besuch abgestattet haben. Ständig auf der Suche nach neuen Projekten, lässt sie ihrer Kreativität freien Lauf. So bietet Floberry mittlerweile eine Vielzahl an Produkten an, die weit über die Klassiker wie Marmelade oder Sirup hinausgehen.

Neben Chutney, Müsli und Eis gibt es auch Produkte wie Himbeer-Essig oder Aronia-Beeren Sirup. Hier betätigt sich Naomi gerne kreativ und probiert auch neue Produktkreationen aus. Dazu gehört auch die sogenannte „heiße Frida“, eine Art Glühwein, selbstgemacht aus ihren Beeren.

Zusammenarbeit mit anderen regionalen Herstellern

Wichtig ist der umtriebigen Obstbäuerin die Zusammenarbeit mit anderen regionalen Herstellern. So arbeitet sie beispielsweise eng mit Katharina Hechenberger alias „Die Haslacherin“ zusammen. Mittlerweile bieten sie ein Gemeinschaftsprodukt, Müsli, an. Naomi vertreibt in ihrem Hofladen die Produkte von Katharina und umgekehrt. Auch mit anderen regionalen Herstellern und Obstbauern arbeiten sie eng zusammen.

Es ist alles ein Geben und Nehmen, man kann nicht immer nur nehmen. Besser wir arbeiten untereinander mehr zusammen.
Naomi Hechenblaikner

Herausforderungen und ihre eigene "40-Stunden" Woche

Beim Betrieb einer Obstplantage ist man mit jeder Menge Herausforderungen konfrontiert. So sind Klima, Temperatur und Niederschlag wichtige Player, wenn es darum geht erfolgreich anzubauen. „Kein Jahr ist gleich, es ist immer verschieden. Mal ist es im März bereits sehr warm und die Marillen beginnen zu blühen, ehe sie Ende April wieder vom Frost befallen werden.“, meint Naomi. 


Auch ihre Arbeitszeit ist alles andere als geregelt. Meistens beginnen Naomi und Florian um 6 Uhr früh am Bauernhof, dem Brandhof, und sind bis 22 Uhr an der Plantage. Prinzipiell gibt es nur vier Monate Obst zu ernten aber die ganzen Vor- und Nachbereitungen dauern das ganze Jahr über an. Kaum sind die letzten Früchte eingeholt, beginnen die Vorbereitungen fürs nächste Jahr. Anpflanzen, umgraben, winterfest machen.
 

Für Naomi ist ihr Mann Florian eine wichtige Stütze. Er betreut die Landwirtschaft, Naomi den Laden und alles drum herum. Am Foto bringt Florian gerade die Kirschernte ein. 

Heißer Tipp: Beeren und Obst selber pflücken

Bei Naomi weiß man ganz genau, wo sein Produkt herkommt. Man kann sich die köstlichen Beeren sogar selber pflücken. Hierbei empfiehlt es sich bereits am Vormittag zu kommen, da die Beeren später schon abgepflückt sein können und es erst wieder welche am nächsten Tag gibt. Generell soll man besser unter der Woche zum Pflücken kommen. Ein Ausflug dahin zahlt sich auf alle Fälle aus. 


Wer nicht gerne selber pflückt, kann bereits geerntete bzw. veredelte Produkte direkt im Hofladen von Naomi erwerben. Von Montag bis Samstag, 9:00 bis 18:00 Uhr sind bei Floberry die Pforten geöffnet. Naomi und Florian freuen sich auf euren Besuch!
 

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