Kultur & Brauchtum
01.05.2020
Gabriele Grießenböck

Vier Goldhändchen und ein Hallali  

Hannes und Elisabeth Schießling haben mit ihrer Goldschmiede in Brixlegg ein besonders Schmuckstück geschaffen.

Seit 30 Jahren steht der Familienbetrieb Schießling für hohe Qualität, individuelles Design, edle Materialien und feinste Handarbeit. Hier trifft man aber nicht nur die Dame von Welt an. Auch unter Jägern zählt der schmucke Laden zum absoluten Geheimtipp, wo Trophäen glanzvoll in Szene gesetzt werden. 

In der kleinen Werkstatt herrscht höchste Konzentration. Hannes Schießling ist über ein Goldstück gebeugt, lötet, klopft und feilt die Einzelteile ineinander. Er arbeitet an einem Anhänger, der bald den zarten Nacken einer Kundin zieren soll. Mit ihm arbeitet eine Goldschmiedemeisterin, die sich ebenfalls schweigsam einem kunstvollen Stück widmet. Die Arbeit mit den edlen Naturrohstoffen hat auch etwas Archaisches. Auf der Werkbank liegen unzählige Werkzeugte, ohne die die feine Arbeit undenkbar wäre. Das Gold wird mit der Schweißflamme gefügig gemacht. Die Pinzette setzt den Edelstein, ein Hämmerchen fügt zusammen und die Freude am Gestalten gibt die Form.

Bis ein Schmuckstück aus dem Hause Schießling fertig ist, kann es schon mehrere Tage bis Wochen dauern. Denn die Liebe zum Detail und die Leidenschaft für jedes einzelne Stück brauchen ihre Zeit. 

Hannes Schießling ist gelernter Goldschmiedemeister. Er machte 1982 eine Ausbildung zum Gemologen und Diamantgutachter. Und er ist ein absoluter Perfektionist. Jede noch so kleine Unregelmäßigkeit entgeht seinem geschulten Auge nicht. „Auf Wunsch fertigen wir Unikate an, da muss alles passen“, so der Meister. 

Unikate für den Alltag

Neben dem Wissen um das alte Handwerk ist die Menschenkenntnis eine weitere Fähigkeit, die ein Goldschmid beherrschen muss.

"Im persönlichen Gespräch beraten wir Kunden und lassen uns voll auf ihre Wünsche ein“, erzählt seine Frau Elisabeth. Sie kümmert sich um ausgefallene Designs und die Wünsche der Kunden. Denn individuelle Schmuckstücke sollen zu lebenslangen Gefährten werden. Massenware findet man hier nicht. Der Schmuck ist zeitlos, modern und alltagstauglich. Auch für die kleine Brieftasche gibt es eine große Auswahl. Wichtig sei die Qualität, die hier im Zentrum steht. Denn die Schießlings arbeiten nur mit der höchsten Goldqualität (750er Gold, 18 Karat).

Es braucht viel Fleiß und Leidenschaft für den Beruf des Goldschmiedes. Um den Betrieb am Laufen zu halten, gehören neue Impulse und Ideen zum täglichen Brot. Warum also soll man nicht den ältesten Beruf der Welt, zu dem die Goldschmiedekunst zählt, und die Jagd, derer sich Menschen seit Anbeginn ihrer Existenz widmen, miteinander verschmelzen? 

Glanzvoll auf der Pirsch 

Hannes Schießling ist selbst passionierter Jäger

Da ist es naheliegend, dass er auch dieser Leidenschaft zu schmuckem Glanz verhilft. „Um sich an das schöne Erlebnis zu erinnern, machen wir aus der Jagdtrophäe ein besonderes Schmuckstück.“ Trachtenkitsch mit Eichenblatt gibt es allerding nicht. Aus den mitgebrachten Trophäen entstehen unverwechselbare Erinnerungsstücke, die alltagstauglich und modern gestaltet sind. So werden aus Grandeln (Hirschzähne), Elefantenhaaren oder Löwenkrallen formschöne Anhänger, Knöpfe, Ringe, Armbänder oder Hutanstecker. Sogar ein Kollier aus den Magensteinen vom Auerhahn gehört zu den Werken des Goldschmiedeehepaars Schießling.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Weidmanns Dank. 

Kontakt:
Schiessling - die Goldschmiede
Herrnhausplatz 8
6230 Brixlegg
+43 5337 63537
goldschmiedehs@aon.at
goldschmiede-schiessling.at

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