Kulinarik
10.02.2021
Sandrine Stock

Preisgekrönte Krapfen zum Verlieben

Die besten Faschingskrapfen in ganz Tirol

Dürfen wir vorstellen? Der beliebteste Krapfenbäcker Tirols!

Das Genussmagazin "Falstaff" war auf der Suche nach den beliebtesten Krapfenbäckern Österreichs. Insgesamt wurden fast 50.000 Stimmen abgegeben. 
Die Cafe Konditorei Thaler in Reith im Alpbachtal hat das Rennen mit dem besten Faschingskrapfen in Tirol gewonnen. Wir haben einen Vormittag mit dem Chef Sebastian Thaler verbracht und ihm beim Krapfenbacken über die Schulter geschaut. 

Der Faschingskrapfen hat eine lange Tradition in der Konditorei Thaler

Tagwache fü den Krapfenbäcker: 6 Uhr morgens

Seit mittlerweile 20 Jahren werden in der Konditorei in den Wintermonaten die Faschingskrapfen produziert und über die Jahre perfektioniert. Die Thalerkrapfen sind weit über die Regionsgrenzen bekannt. Und das hat seine Gründe. Frisch, fluffig und einfach zum "Anbeissen", da kann man einfach nicht wiederstehen. 

Sebastian startet seinen Tag pünktlich um 6:00 Uhr mit der Teigproduktion und ist bis zum späten Nachmittag mit dem Verkauf gut beschäftigt. Zwischen 10:00 bis 17:00 Uhr kann man sich von November bis März direkt im Ortszentrum die beliebten Süßwaren abholen. 

Wir haben den Meister der süßen Krapfen zum kurzen Interview gebeten und ihn nach seinem Geheimnis gefragt...

Es macht uns sehr stolz den Titel zum besten Faschingskrapfen in Tirol gewonnen zu haben!
Sebastian Thaler, Konditor im Cafe Konditorei Thaler

Krapfen à la minute

In Tirol habt ihr das Rennen um den besten Faschingskrapfen gemacht. Was macht euch besser als andere?

"Was unsere Faschingskrapfen ausmacht, ist definitiv die Frische. Wir backen die Krapfen wirklich "à la minute" und die Kunden bekommen sie dann frisch auf die Hand. Das ist bestimmt einer der wichtigsten Punkte."

Ein weiterer wichtiger Aspekt, wie uns Sebastian erzählt, ist die Qualität und Regionalität der verwendeten Zutaten. Es stammt alles aus der Umgebung:
Die Eier kommen ausschließlich von Zuliefereren aus Reith i.A., die Butter von der Alpbachtaler Heumichkäserei und das Mehl stammt aus St. Johann i.T. Das einzige, das momentan leider noch nicht in der Umgebung zu finden ist, ist der Rum.

"Also falls es jemanden gibt, der sich gerne in der Rumproduktion sehen würde - wir wären ein fixer Abnehmer!" grinst Sebastian.

Das, was unsere Faschingskrapfen ausmacht, sind die regionalen Zutaten die wir verwenden und natürlich viel Geduld und Leidenschaft!
Sebastian Thaler, Konditor im Cafe Konditorei Thaler

Ein Königreich für einen Konditor

3 Fragen an den Krapfenbäcker:


Das besondere an einem Krapfen ist der Inhalt. Womit ist der preisgekrönte Thaler-Krapfen gefüllt?

Die meistverkaufte Fülle ist und bleibt die Marillenmarmelade. Mindestens die Hälfte der Krapfen die wir verkaufen ist mit Marillenmarmelade gefüllt. 
Wir haben aber zum Abwechseln auch andere Füllungen wie Vanille, Nougat, Zwetschke-Rum und Himbeere.

Das Cafe Thaler blickt auf eine lange Tradition zurück. Wann hast du zum ersten Mal in einer Backstube gestanden?

Das erste Mal richtig in der Backstube geholfen habe ich mit 5 Jahren und ich muss sagen, dass ich in dieser Arbeit wirklich meine Berufung gefunden habe.

Welche Süßware bäckst du persönlich am Liebsten? 

Neben den Faschingskrapfen backe ich gerne spezielle Anfragen. Ich freue mich immer, wenn wir einen Auftrag für eine außergewöhnliche Torte bekommen z.B. Hochzeitstorten. Hier kann ich mich kreativ frei ausleben und es ist einfach eine schöne Abwechslung zum Konditor Alltag.

Dieser Mann hat die Faschingskrapfen flach zusammengedrückt und mehr oder weniger in einem Happen aufgegessen.
Sebastian Thaler über sein kuriosestes Krapfenerlebnis

Wie isst man den Faschingskrapfen richtig?

Zupfer oder Reinbeißer?

Eine "richtige" Essweise gibt es beim Faschingskrapfen nicht. Jeder hat seine eigene Art sich durch die Puderzucker-Germ-Marmeladenmasse zu kämpfen. Da gibt es die "Zupfer", die "Mit-dem-Messer-Auseinanderschneider", die einfach "Herzhaft-Reinbeißer" um die Gängisten zu nennen. 

Sebastians wohl kuriosestes Krapfenerlebnis hat er noch gut in Erinnerung:

"In den Jahren habe ich viele Variaten gesehen aber eine Person ist mir hier definitiv in Erinnerung geblieben. Dieser Mann hat die Faschingskrapfen flach zusammengedrückt und mehr oder weniger in einem Happen aufgegessen. Hier gingen auch schon mal locker 10 Stück hintereinander. Und das Verwirrendste war der Almdudler, den er jedes Mal zum Runterspülen dazu getrunken hat!"

Na dann: Mampf... ähm Mahlzeit!

Does and Don'ts für zu Hause zum Selbermachen

Worauf muss man beim Krapfenbacken besonders achten?

Sebastian Thaler verrät uns seine wichtigsten Tipps und Tricks für den perfekten Krapfen.

1. Zeit
Wichtig beim Germteig ist auf alle Fälle Zeit! Der Teig muss ausreichend geknetet werden und soll danach in Ruhe rasten können.

2. Zutaten
Auch die Zutaten in guter Qualität sind natürlich ausschlaggebend für den perfekten Faschingskrapfen. 
Zum Backen nehmen wir reines Sonnenblumenöl. Hier sollte nicht gespart werden, die Krapfen müssen schön im Öl schwimmen können. Wenn das Öl heißt ist, kann der Teig in die Pfanne. Im Fett brauchen die Krapfen dann ca. 8 Minuten (4 Minuten pro Seite) bis sie die perfekte Farbe haben. Wenden nicht vergessen!"

3. Der Schuss machts
Mein Geheimtipp: Beim Teig mit dem Rum nicht sparen!

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