Kulinarik
11.05.2022
Theresa Eder

Vom Obstler bis zum hauseigenen Gin

Zu Besuch beim Alpengasthof Pinzgerhof in Reith im Alpbachtal

Man hört die Vogel zwitschern, die Obstbäume stehen in voller Blüte und es duftet nach frisch gemähten Gras. Der Frühling liegt in der Luft. Die Ruhe und Gelassenheit, die man am Alpengasthof Pinzgerhof erlebt ist etwas Besonderes. Auf einer sonnigen Anhöhe auf 900 Metern hoch über dem Dorf Reith im Alpbachtal liegt der Pinzgerhof, welcher von der Familie Kammerlander geführt wird. Vom Hof hat man einen beeindruckenden Panoramablick über das Rofan- und Karwendelgebirge.

Abgesehen von dem herrlichen Ausblick und dem guten Essen im Gasthof verbirgt sich noch ein weiteres Schmuckstück im Pinzgerhof: die hauseigene Schaubrennerei!

Edelbrände & Schaubrennerei

Seit vielen Jahren werden am Pinzgerhof bereits Edelbrände und Liköre hergestellt. Wie aus Obst der verschiedensten Sorten beste Edelbrände werden, lernte der Hausherr Günter Kammerlander von seiner Schwiegermutter. Seine Fähigkeiten hat Günter Kammerlander in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Brennkurse, Sensorik-Schulungen und Weiterbildungen ständig erweitert und perfektioniert. So wurde aus dem Hobby eine wahre Berufung.

2010 absolvierte Günter den Zertifikatslehrgang zum Edelbrandsommelier und im Jahr 2019 schloss er die Ausbildung zum staatlich geprüften Brenner ab. 2020 wurde die Schaubrennerei umgebaut und mit einer Kolonnenbrennerei ausgestattet. Das kupferne Glanzstück entspricht der modernsten Brenntechnologie.

Herstellung des hochwertigen Edelbrandes

Zum Schnapsbrennen wird am Pinzgerhof nur hochwertiges, handverlesenes, naturbelassenes sowie voll ausgereiftes Obst aus dem heimischen Obstanbau verwendet. Nach sorgfältiger Reinigung wird das eingemaischte Obst in Fässern vergoren. Nach einem ca. drei- bis sechswöchigen Vergärungsprozess kommt die gutvergorene Maische zur Destillation. Dadurch erhalten die Edelbrände ihr fruchttypisches Aroma und den vollen harmonischen Charakter.

Mittlerweile brennt Günter über 25 verschiedene Sorten: Zwetschke, Apfel, Marille, Kirsche oder Vogelbeere – für jeden Geschmack ist das richtige dabei.

„Die Gäste greifen gerne auf bewährte Sorten zurück, die meisten trinken am liebsten den Obstler oder die Williams Birne. Bei den Einheimischen schaut das ein bisschen anders aus, diese sind probier- und experimentierfreudiger, und verkosten gerne mal etwas Ungewöhnlicheres wie Schlehe oder Quitte.“
Günter Kammerlander

Was gibt es Neues?

Seit kurzer Zeit gibt es auch den hauseigenen „Berg Quell Gin“, zudem erscheint dieses Jahr ein hausgemachter Rum. Für die nächsten Jahre ist dann ein Whiskey geplant, verrät Günter Kammerlander mit sichtlicher Vorfreude. Er sei gerne kreativ und tobe sich auch bei neuen Sorten aus, die höchste Qualität der Produkte stehe für ihn aber immer im Vordergrund. Verkoster für seine neuen Projekte sind immer schnell gefunden, betont er mit einem Schmunzeln.

Gastgeber, Edelbrand-Sommelier und Opa aus Leidenschaft

Günter Kammerlander hat stets ein Lächeln auf den Lippen, wenn er über seine Arbeit am Hof, seine Enkelinnen oder über das Schnapsbrennen spricht. Irgendwo zwischen den blühenden Bäumen hört man das Lachen von Anna-Lena und Mia, den Enkelinnen von Günter. Die zwei Mädels seien neben dem Schnapsbrennen sein größtes Hobby, betont der stolze Opa. Ob Schaukeln, durch das Gras tollen oder Purzelbäume schlagen, Günter macht alles mit.

3 Tipps vom Schnaps-Experten

Günter verrät abschließend noch wie, man einen hochwertigen Schnaps erkennt und wie man die beste Trinkkultur erhält.

 

  1. Schnaps sollte zum einen immer bei Zimmertemperatur von circa 18 °C bis 22 °C getrunken werden, da sich so die Aromen am besten entfalten können. 
  2. Der Geruch sollte stets sehr aromatisch sein und stark nach der verwendeten Frucht riechen.
  3. Auch die Farbe ist entscheidend: Der Schnaps sollte klar sein und sich optisch nicht von Wasser unterscheiden. 


Bei einer persönlichen Führung und Schnapsverkostung durch die hauseigene Schaubrennerei erhält man noch viele weitere spannende Einblicke in die Kunst des Brennens und Destillierens. 


Bitte um Voranmeldung bei Günter Kammerlander unter urlaub@pinzgerhof.at oder +43 5337 62 174
Günter Kammerlander und sein Team freuen sich auf Sie!
 

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