Stadtpfarrkirche St. Virgil
Die dem Heiligen Virgil geweihte Pfarrkirche befindet sich auf einem Plateau in halber Höhe zwischen der Stadt und dem Schlossberg.
Eine erste Kirche wurde in Rattenberg gegen Ende des 13. Jahrhunderts erbaut, für 1299 ist sie erstmals urkundlich belegt.
Der heutige Bau entstand ab 1473 unter den Baumeistern Christian Nickinger und Jörg Steyrer. Die Besonderheit der Kirche liegt darin, dass sie zwei vollwertige Kirchenschiffe aufweist, das Bürgerschiff im Norden und das Knappenschiff im Süden.
Während im Äußeren das spätgotische Erscheinungsbild erhalten blieb, kam es im Inneren um das Ende des ersten Drittels des 18. Jahrhunderts zu einer völligen Neugestaltung in barocker Formensprache. Für die Stuckarbeiten zeichneten Anton und Augustin Gigl sowie Engelmund Lambs verantwortlich, für die Deckengemälde Simon Benedikt Faistenberger und Matthäus Günther. Der Hochaltar im Bürgerschiff zeigt den Heiligen Virgil in einer Darstellung von Jakub Zanusi. Die Begleitfiguren stammen von Martin Waldner. Auch den Hochaltar im Knappenschiff ziert ein Bild Jakob Zanusis, auf dem wesentlich die Heilige Anna abgebildet ist. Die Begleitfiguren sind Werke Meinrad Guggenbichlers. Der Altar des Knappenschiffes birgt in einem zeitgenössischen Behältnis zudem eine Reliquie des Heiligen Virgil.
Rückwärtig befindet sich im Bereich des Emporenaufgangs die Notburgakapelle, während den Stiegenabgang zur Stadt eine Lourdesgrotte säumt.
Öffnungszeiten
Die Kirche ist ganzjährig tagsüber geöffnet!